Tiefe Geothermie

Von Tiefer Geothermie spricht man bei einer Nutzung der Erdwärme aus Tiefen über 400 m Tiefe.

Die Tiefe Geothermie stellt immer ein "offenes System" dar. D. h. es wird über eine Bohrung / Brunnen heißes Wasser (hydrothermale Nutzung) gefördert und in einer zweiten Bohrung wieder eingeleitet. Bei der hydrothermalen Nutzung wird gezielt warmes bzw. heißes Wasser aufgesucht um dieses, je nach Temperatur und Ergiebigkeit, zur Thermalwassernutzung oder Wärmegewinnung, bei günstigen Bedingungen aber auch zur Stromgewinnung zu nutzen.

Im Gegensatz hierzu wird beim "hot dry rock" - Verfahren die Bohrung bis zum Erreichen heißes Gestein (möglichst über 200 Grad) in die Bohrung wird anschließend Wasser unter hohem Druck eingepresst, welches zunächst die Aufgabe hat bereits vorhandene microrisse im Gestein aufzuweiten um so die Wasserwegsamkeit zu erhöhen. In einer zweiten Bohrung wird dann das eingepresste Wasser, welches sich auf seinem Weg im heißen Gebirge entsprechend erhitzt hat wieder gefördert und zur Wärme- und Stromnutzung herangezogen.

Die bekanntesten Anlagen zur Nutzung der Tiefen Geothermie in Deutschland stellt die Anlage in Unterhaching, Landau/ Pfalz und die derzeit noch nicht fertiggestellte Anlage in Bad Urach dar.


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Lukas Gläser Geothermie · Backnanger Straße 66 · 71546 Aspach · (0 71 91) 21 31 25 · info@glaeser-geothermie.de